HC Spreewald – HSG Schlaubetal-Odervorland 26:14 (14:7)
Der Anfang ist gemacht. Nach kurzer Sommerpause und langer Vorbereitungszeit ist unsere „neue“ Gurkentruppe mit einer Woche Verspätung erfolgreich in die Saison gestartet.
Wie wir uns schlagen würden, konnte vorab keiner so richtig einschätzen. Die Trainingsspiele fielen alle recht unterschiedlich aus und gerade in der Abwehr zeigten sich oft noch Schwächen. Was wir von den Gästen aus Schlaubetal zu erwarten hatten, war ebenfalls für die meisten eine Wundertüte und so richtete sich der Fokus der Spielvorbereitung und Kabinenansprache auch ganz auf uns. Wir sollten das Tempo bestimmen, dem Gegner unser Spiel aufzwingen und jeder einzelne sollte keinen Zweifel daran lassen, dass wir die ersten zwei Punkte im Wohnzimmer lassen würden.
Entsprechend motiviert lief die Erwärmung ab. An der Warmmachmusik wird noch gefeilt, aber die Intensität überzeugte. Alle waren heiß und spätestens beim Einlaufen merkten wir, wie uns das Trommeln und Klatschen der Fans noch weiter beflügelte.
Bloß gut, denn bevor es losgehen konnte, mussten wir erstmal zur Wolke 7 fliegen und unseren langjährigen Hallensprecher und Freund Martin „Spreewaldmoderator“ Würfel besuchen, um ihm die herzlichsten Glückwünsche zur Hochzeit auszusprechen. Gut gemacht Martin!
Kurz gedrückt, Geschenk übergeben und dann ging es los.
Überraschenderweise starteten wir recht nervös ins Spiel. Unsere ersten beiden Angriffe endeten mit schlechten Würfen aufs Tor und so gingen die Gäste zunächst in Führung. Auch danach stockte unser Angriffsmotor weiterhin. Glücklicherweise zeigte sich hier aber bereits, dass wir an diesem Tag wohl kein Problem mit unserer Abwehr haben würden. So stand es trotz schlechter Wurfausbeute nach über 7 gespielten Minuten erst 2:2.
Mit der darauffolgenden Umstellung im Angriffsspiel begann sich das Blatt zu wenden. Die Spielzüge wurden strukturierter vorgetragen, die Lücken genutzt oder der Kreisläufer angespielt, sodass wir uns bis zur 18. Spielminute mit 8:5 absetzen konnten.
Ab da waren wir im Spiel angekommen. Mit weiterhin viel Arbeit in der Abwehr, zwei gut aufgelegten Torhütern und hohem Tempo nach vorn ließen wir den Gästen keine Chance mehr. Über jede Position fanden wir erfolgreiche Abschlüsse aufs Tor und waren so für den Gegner auch nicht mehr in den Griff zu bekommen.
Jeder bekam seine Einsatzzeit und da wir auch nach der Halbzeit keine Anstalten machten einen Gang zurückzuschalten entwickelte sich ein recht einseitiges Spiel mit vielen schönen Kombinationen und einigen technischen Fehlern.
„Ein guter Start“, „Schönes Spiel“, „Teilweise habt ihr richtig gute Spielzüge gezeigt“, „Na das lief doch wie geplant“ und „Wer ist eigentlich eure Nummer 11?“ hieß es dann nach dem Abpfiff im gemeinsamen Gespräch mit den Anfeuernden.
Daran kann man anknüpfen sagen wir und mal abgesehen davon, dass sich unser Kapitän Niclas „Hardy“ Gürtler offensichtlich noch bei dem ein oder anderen Fan vorstellen muss, fassen die Stimmen der Zuschauer unseren Einstieg in die neue Liga gut zusammen.
Ein besseres Ergebnis hätten wir uns vorab in komplett neuer Konstellation wohl nicht wünschen können und wenn wir es jetzt noch schaffen die vielen technischen Fehler dieses Spiels zu minimieren, kann sich jeder Handballfreund der Region von nun an auf sehr guten, temporeichen und erfolgsversprechenden Handball der Marke „Made in Spreewald“ freuen.
Nächstes Wochenende fällt das Spiel in Potsdam gegen die SV Motor Babelsberg leider aus, sodass die nächste Bewährungsprobe das Pokalspiel am 12.10. gegen die zweite Vertretung des Oranienburger HC in Luckau sein wird. Im Duell mit dem Brandenburgligist werden wir eine Schippe drauf legen müssen, um eine Chance aufs Weiterkommen zu haben. Deshalb kommt vorbei und stärkt uns den Rücken. Wir können eure Unterstützung gut gebrauchen.
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