Keine Über­raschung der 1. Männer gegen den Tabellenführer

HC Spreewald – BSV Grün-Weiß Finsterwalde 22:31 (10:15)

Am vergangenen Samstag gastierte der aktuelle Ligaprimus aus Finsterwalde bei uns im Blauen Wunder. Was nach den letzten Spielen unserer Ersten ohnehin nach einer sehr schweren Aufgabe klang, wurde durch diverse Ausfälle einiger Spieler noch verschlechtert. Nach der unglücklichen Verletzung unseres Kapitäns im vergangenen Spiel in Teltow, meldeten sich unter der Woche noch Stefan, Ben und Nico erkrankt vom Training ab. Schlimm genug, doch dann erwischte es am Freitag auch Norwin und so Stand das Spiel schon vorab unter keinem guten Stern.

Das Spiel hier bereits aufzugeben kam natürlich trotzdem nicht in Frage. Stefan rappelte sich noch auf, Kai hatte seine Erkältung der Vorwoche überstanden und zusätzlich halfen uns Tino und Leon aus der Zwoten. Die Motivation passte auch, schon in der Erwärmung merkte man mehr Einsatz und so wollten wir es den Randmassenern möglichst schwer machen ihre Siegesserie fortzuführen. Die positive Stimmung hielt aber dann leider nur bis zum Anpfiff.

Durch die erzwungene erneute Umstellung unseres Teams lief unser Angriffsmotor nicht warm. Es fiel uns schwer die gut aufgestellte und große Abwehr der Gäste zu überwinden. Gelang es uns doch, hatten wir Pech im Abschluss und so gingen die Sängerstädter schnell mit 1:5 in Führung (9. Minute).

Auch danach fiel uns lange nichts ein. Wir versuchten einiges, doch bis zur 19. Minute liefen wir beim Stand von 4:12 nur hinterher. Das Spiel hätte hier eigentlich schon abgehakt werden können. Doch wir hatten uns vorab in den Kopf gesetzt weiter alles zu geben, egal wie es stehen würde und so stellten wir noch einmal um, brachten den 7. Mann und hängten uns rein. Ein erster kleiner Erfolg war zu erkennen. Wir hielten mit und konnten bis zur Halbzeit auf 5 Tore verkürzen.

Was nach nicht viel klingt, mussten wir uns an diesem Tag hart erkämpfen. Die Zuschauer honorierten unseren Einsatz mit einer lautstarken Kulisse und gaben uns damit genügend Motivation in der zweiten Hälfte daran anzuknüpfen. Unter lautem Getrommel starteten wir in Halbzeit zwei da, wo wir zuvor aufgehört hatten. In dieser Phase war es das vorab erhoffte Spiel auf Augenhöhe. Bis zum 13:17 in der 36. Minute verkürzten wir noch einmal den Abstand und nährten die Hoffnung auf ein kleines Wunder. Dann aber drehte sich das Blatt erneut und die zuvor erfolgreiche Taktik des 7. Mannes wurde uns zum Verhängnis. Durch überhastete Abschlüsse und falsche Entscheidungen im Passspiel gaben wir den Ball zu leichtfertig her und luden die Gäste zum Wurf aufs freie Tor ein. Diese nahmen das Geschenk dankend an und setzten sich bis zur 41. Minute erneut auf 8 Tore ab und erhöhten 5 Minuten später sogar auf 10 (15:25).

Der Drops war gelutscht, doch erstaunlicherweise wollte trotz des großen Abstandes keine der beiden Mannschaften einen Gang zurückschalten. Wir gaben weiter alles, allein schon, weil weiterhin jedes unserer Tore durch die Zuschauer gefeiert wurde, als wäre noch was zu holen. Die Gäste ihrerseits agierten ganz im Sinne einer Spitzenmannschaft und hielten bis zuletzt ihr Tempo hoch und machten Druck. So blieb das Spiel bis zum Abpfiff sehenswert.

Als Fazit kann man sagen: „Das Spiel haben wir in zwei schwachen Phasen vergeigt, aber das Fanduell über die gesamten 60 Minuten gewonnen.“ Während die Mannschaft sich auf dem Feld noch finden muss, stehen unsere Zuschauer bereits wie ein lautstarker 8. Mann hinter uns. Einen besseren Impuls können wir gerade nicht bekommen, daher wollen wir dafür danke sagen und den Schub in die nächsten Spiele mitnehmen. Die Zeit zum Punktesammeln wir noch kommen.

Vielleicht starten wir damit ja schon im nächsten Spiel. Dieses findet aber nicht wie geplant am 29. November statt! Da die Dahlewitzer aufgrund eines Vereinsjubiläums nach einer Spielverlegung gefragt haben, spielen wir unser nächstes Match erst am 06.12.25 um 18:30 Uhr in Potsdam. Der VfL steht aktuell einen Platz über uns, weshalb wir natürlich heiß darauf sind, dort wieder ein besseres Ergebnis einzufahren.

Für die Gurkentruppe im Einsatz:
Yannick (1 Tor), Ivo (3), Pascal F. (5), Pascal W. (2) Stefan (4), Leon S., Jonas K. (3), Marius, Steven, Kai, Leon R., Tino (1), Jonas J. (3) mit Daniel und Marc im Tor sowie Jens, Christian, Luca und Niclas auf der Bank

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#trotzdemgeileStimmung