1. Frauenmannschaft siegt in letzter Sekunde

HC Spreewald – Märkischer BSV Belzig 22:21 (10:8)

Nach den zuletzt zwei Remis und dem Derbysieg stand am vergangenen Samstag ein bis dato unbekannter Gegner auf dem Spielplan der 1. Frauenmannschaft. Der Aufsteiger aus Belzig war laut Tabelle hinter unseren Mädels, gestaltete aber bislang alle Spiele der Saison auf Augenhöhe. Insofern versprach es ein spannendes Duell zu werden.

Das Spiel startete ausgeglichen. Unsere Mädels standen wie gewohnt kompakt in der Abwehr. Im Angriff liefen die etablierten Spielzüge rund, der Zug zum Tor fehlte jedoch in einigen entscheidenden Situationen. Belzig versuchte, viel mit Tempo und im eins gegen eins zu arbeiten, biss sich aber im strukturierten Angriff mangels taktischer Rafinesse die Zähne an der Spreewälder Abwehr aus. Dadurch konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Über die Stationen 5:5 (18. Minute) und 7:7 (25. Minute) ging es bei einem Stand von 10:8 in die Kabinen.

Zitat aus der Kabine: „Krass, dass wir mit der Leistung mit zwei Toren führen.“

Die Marschrichtung war also klar: den Angriff konsequenter gestalten und zwei Punkte holen.

Zunächst gelang es recht gut, diesen Vorsatz umzusetzen. Nachdem Belzig in der 39. Minute zum 13:13 ausglich, zündeten unsere Mädels den Turbo und legten auf 18:14 (50. Minute) vor. Leider verpasste man, den Sack an dieser Stelle zu zu machen. Einige unkonzentrierte Aktionen führten drei Minuten vor Schluss zum erneuten Ausgleich durch Belzig (20:20). In der allerletzten Spielminute war der Ball beim Stand von 21:21 in Spreewälder Hand. Der Arm der Schiedsrichter ging hoch, als noch 50 Sekunden zu spielen waren. Handballkenner wissen, dass dies eine halbe Ewigkeit ist und schon etliche internationale Turniere der ganz Großen in dieser entscheidenden Phase noch gedreht wurden. Durch mehrere hintereinander herausgeholte Freiwürfe tickte die Zeit immer weiter herunter. Ein Abpraller ins Aus bescherte uns circa zehn Sekunden vor Schluss noch einen letzten Einwurf. Ein langer Pass quer übers Feld fand Alena, die (wie auch immer) den Ball 5 Sekunden vor Schlusspfiff noch im Tor unterbrachte.

Der Jubel war riesig und die zwei Punkte bleiben im Spreewald – ein schöner Jahresabschluss, insbesondere vor dem Hintergrund der immer noch recht besonderen Kadersituation mit drei langzeitverletzten Stammspielerinnen. Es zeigt, was Teamgeist und harte Arbeit, aber natürlich auch ein Quäntchen Glück bewirken können.

Nun ruht der Ball bis zum 11.01.2025. Dann geht es weiter gegen den LHC Cottbus. Anpfiff ist um 16 Uhr im Blauen Wunder.

Die 1. Frauenmannschaft wünscht allen Fans und Sponsoren ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!