Harte Klatsche für die erste Männer­mann­schaft

1.⁠ ⁠VfL Potsdam II – HC Spreewald 37:23 (18:14)

Was für eine bittere Pille, die wir da am vergangenen Samstag in der Landeshauptstadt schlucken mussten. Klar, die Vorzeichen waren mal wieder alles andere als optimal. Wir stecken in einem Tief und die Potsdamer hatten erst in der Woche zuvor in einer wahnsinnig torreichen Partie den aktuellen Spitzenreiter aus Finsterwalde besiegt. Zudem wurde verkündet, dass man in der Halle der Gastgeber ohne Haftmittel zu spielen hat, was für uns seit jeher ein riesengroßes Handicap darstellt. Trotzdem hätte man sich eine bessere Darbietung unserer Gurkentruppe gewünscht.

Vor dem Spiel schien auch noch alles gut zu laufen. Die Erwärmung war ordentlich, eine passende Strategie gegen das sehr junge Team des VfL II hatten wir uns auch zurechtgelegt und solange die Abwehr stehen würde, sollten wir die zu erwartenden Fehlwürfe im Angriff schon ausgleichen können.
21 Minuten (12:12)! Genau so lange ging der dieser Plan auf. Die Angriffe liefen ruhig, aber sauber bis zum Torerfolg und in der Abwehr griffen wir zumeist zu, noch bevor uns der Gegner auf dem rutschigen Parkett austanzen konnte.

Mit dieser Leistung hätte es bis zum Schluss ein ordentliches Spiel werden können. Doch dann kam wieder mal der Bruch. Wir bekommen unsere zweite 2-Minuten-Strafe, der Angriff kommt ins Stocken und der Gegner nutzt unsere Fehler für leichte Tore. Plötzlich steht auch die Abwehr nicht mehr sicher. Wir sind viel zu passiv und lassen die Gastgeber ohne großen Druck in Ruhe ihren einen Spielzug immer wieder erfolgreich zu Ende laufen. In den letzten 9 Minuten der ersten Hälfte bekommen wir damit noch 6 Tore eingeschenkt, wohingegen wir gerade mal 2 eigene Treffer erzielen konnten.

4 Tore lassen sich aber einholen. Im Handball geht das schnell und wir hatten sogar in diesem Spiel schon gezeigt, dass wir das können (es stand 8:4 nach 11 Minuten). Doch statt sich darauf zu besinnen, wieder anzuziehen und uns zurückzukämpfen, sollte von nun an absolut gar nichts mehr klappen.

Die Umstellung unseres Angriffs für die zwote Hälfte führte zu reihenweise technischen Fehlern, wenig Druck aus dem Rückraum, schlechten Abschlüssen und zahlreichen Ballverlusten. Diese nutzten die Potsdamer dankend für schnelle Gegenstöße und einfache Tore. Und selbst wenn wir sie in den Positionsangriff brachten, standen wir zu steif, waren zu passiv und zeigten wir nicht die nötige Härte, um die viel zu leichten Tore der Hausherren zu verhindern. Folgerichtig zogen sie innerhalb von 16 Minuten auf 30:16 davon.

Das Spiel war gelaufen. In den letzten 14 Minuten hielten wir zwar wieder mit, aber der Abstand blieb bis zum Ende bestehen. Abschütteln und weitermachen sagt man immer. Aber langsam wird das schwer. Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um das Ruder wieder herumzureißen und in den nächsten Spielen etwas Verwertbares mitzunehmen. Glücklicherweise stehen bis zum Jahreswechsel zwei Spiele an. Mit eurer lauten Unterstützung in unserem Blauen Wunder und in Lübbenau wird es sicherlich einfacher uns aus diesem Loch zu ziehen.

Den ersten Versuch zur Rehabilitation starten wir am kommenden Sonntag, dem 14. Dezember um 16:00 Uhr. Mit etwas Vorweihnachtszauber kommt unsere alte Spielstärke ja vielleicht pünktlich zum 3. Advent zurück. Am 20. Dezember folgt dann das Derby in der Nachbarstadt. Also kommt alle vorbei und helft uns mit eurer Stimme, eurem Klatschen und den Trommeln und peitscht uns zu Punkten!

Für die Gurkentruppe spielten:
Yannick (4 Tor), Ivo (1), Norwin (7), Pascal, Jonas K., Nico (3), Kai, Ben (4), Leon, Jonas J. (4) mit Daniel und Marc im Tor sowie Jens und Luca auf der Bank

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#Krisenstimmung