Erste Männer: Derbysieg mit bitterem Beigeschmack

HC Spreewald – TSG Lübbenau II 31:18 (17:9)

Zitat aus dem lockeren Plausch im Foyer nach dem letzten Heimspiel: „Es gibt in einer Saison genau zwei Spiele, die wir gewinnen MÜSSEN“.

Jeder weiß wohl welche Spiele damit gemeint sind. Und auch wenn wir aktuell nur gegen die zweite Vertretung spielen und die Siege formal laut Tabellensituation klare Angelegenheiten zu sein haben, zählen die Derbys gegen die TSG Lübbenau auch für uns weiterhin zu den Highlights der Saison.

Durch die von uns gewünschte Spielverlegung zum Beginn der Saison ist das Hinspiel in Lübbenau noch gar nicht lange her. Kurz vor Weihnachten gelang es uns in der Nachbarstadt spielerisch zu überzeugen und einen klaren 27:33-Sieg einzufahren. Zu locker wollten wir das Rückspiel deshalb trotzdem nicht angehen. 6 Tore sind im Handball nicht die Welt, zudem spielte die TSG an diesem Tag wohl nicht in Bestbesetzung und nicht zuletzt hat das Team seither mit Dirk Blaschke einen Trainer, der uns aus seiner Zeit beim HCS noch sehr gut kennt.

Die Voraussetzungen für einen deutlich engeren Fight waren also gegeben und so gingen wir entsprechend motiviert die letzten zwei Wochen Training an. Mit viel Intensität und frischen Ideen der Trainer wappneten wir uns bestmöglich für die zweite Auflage des Spreewald-Derbys dieser Saison.

Die Brisanz dieser Begegnung scheint sich auch in Schiedsrichterkreisen herumgesprochen zu haben und so bekamen wir am Samstag mit den Kollegen Scheunig und Schlegel zwei erfahrene und eher für höhere Ligen bestimmte Schiedsrichter an die Seite gestellt, welche mit offener Kommunikation und freundlichen Hinweisen per se schon viel überflüssigen Dampf aus der Partie nahmen.

Darüber hinaus gab es für die beiden dann auch nicht mehr viel zu tun, denn an dieser Stelle möchte einmal lobend erwähnt werden, dass sich die beiden Teams während der gesamten Partie mit viel Respekt, keiner unnötigen Härte und reichlich Fairness gegenüberstanden.

Nun aber zum Spiel. Der Start verlief (noch) auf Augenhöhe. Unsere ersten beiden Angriffe schlossen wir ohne Torerfolg ab und auch die Abwehr war stellenweise nicht konsequent genug. Zwar brachten wir die Gäste in nahezu jedem Angriff ins Zeitspiel, konnten dann aber den abschließenden Wurf oft nicht verhindern. So ging die TSG zunächst in Führung. Die von Beginn an offene Manndeckung gegen Norwin konnten wir in dieser Phase gut durch die Wurfgewallt von Jonas K. ausgleichen, welcher gleich seine ersten beiden Würfe erfolgreich im Tor unterbringen konnte. Dann der Schock. Nach seinem zweiten Tor blieb er verletzt am Boden liegen, das Knie wurde dick und er signalisierte sofort, dass es für ihn nicht weitergehen würde. Sowas wünscht man keinem, aber vor allem nicht einem jungen Spieler. Nun heißt es Krankenhaus, MRT und Daumen drücken. Damit erhält der Derbysieg einen bitteren Beigeschmack und wir wünschen dir alle gute Besserung!

An dem Spielverlauf änderte sich danach nur wenig. Einzig, dass wir nun immer ein Tor vorlegten und die Gäste postwendend den Ausgleich erzielten. Kopf an Kopf kam in dieser Phase der gewünschte Derbycharakter auf. In der 18. Spielminute traf unser Kapitän dann zur ersten 2-Tore-Führung des Spiels und startete damit den Erfolgslauf der Gurkentruppe. Konsequent nutzten wir fortan die durch die Manndeckung aufkommenden Lücken und zogen gleichzeitig in der Abwehr eine fast unüberwindbare Mauer hoch. In dieser Kombination gelangen den Gästen aus dem Oberspreewald bis zur Pause nur noch 3 Tore, während wir ihnen ganze 10 Buden einschenken konnten.

In der Halbzeitpause gab es daher nur eine Forderung: Haltet die Spannung hoch!

Gesagt, getan. Gleich im ersten Angriff nach dem Wiederanpfiff traf unser Youngster Ben seinen ersten von insgesamt 4 Treffern und stellte klar, dass wir nicht runterfahren würden. Bis zur 48. Minute bauten wir unsere Führung auf 14 Tore aus (27:13). Spätestens hier war die Messe gelesen. Von den Gästen kam nur noch wenig Gegenwehr und wir wechselten munter durch, um jedem Spieler Anteile zu geben.

Wirklich Derbygerecht waren die letzten 10 Spielminuten damit nicht. Bei einer so klaren Führung ist ein Kampf über die letzten Reserven hinaus aber auch nicht zu erwarten.

Damit haben wir die zu Beginn angesprochene Aufgabe für diese Saison wohl zufriedenstellen erfüllt. Die Entwicklung des gesamten Teams in die richtige Richtung ist mittlerweile gut zu erkennen. Die Männers finden zusammen, die Spielabläufe funktionieren immer besser und so langsam kommen wir zur angestrebten Form. Diesen Weg müssen wir nun konsequent weitergehen. Für uns, um endlich wieder den Weg nach oben anstreben zu können und für alle Zuschauer, die uns jedes Wochenende eifrig anfeuern.

Die nächste Chance den Trend fortzuführen haben wir am 21. Februar in Schlaubetal. Um 18 Uhr ist dort Anpfiff und hoffentlich verirren sich auch wieder einige von euch dorthin.

Für die Gurkentruppe gewannen:
Yannick (1 Tor), Ivo-Maurice-Kay, Norwin (4), Niclas (3), Pascal F. (1), Pascal W. (1), Steamo (1), Jonas K. (2), Marius (4), Nico (5), Kai-Alexander, Ben (4), Leon (1) und Jonas J. (4/4) mit Marc und Kevin im Tor sowie Jens, Christian und Jean Luca auf der Bank

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#23ComeBackStronger

Heimsieg der 1. Männer am 15.02.2026 gegen TSG Lübbenau II