HC Spreewald – HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf II 22:26 (9:10)
Nach fünf Siegen in Folge und einer beeindruckenden Erfolgswelle der letzten Wochen mussten wir leider einen Dämpfer hinnehmen. Zu Gast in der Mehrzweckhalle war die Reserve der HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf zum Gipfeltreffen der Defensiv-Spezialisten: Die zweitbeste Abwehr der Liga (wir) gegen die statistisch beste Defensive (die Gäste).
Dass unsere stolze Serie ausgerechnet an diesem Abend riss, lag an zwei Faktoren: Einerseits fehlte uns gegen die gewohnt kompakten Gäste im Abschluss das nötige Quäntchen Glück, andererseits sahen wir uns mit einer Spielweise konfrontiert, die uns kurzzeitig zweifeln ließ, ob wir in der Handballhalle oder beim Schwimmtraining gelandet waren.
Abwehrschlacht mit Wellengang
Dabei fing alles gewohnt solide an. Unsere Deckung stand wie ein Bollwerk und was doch durchkam, wurde von unseren Torhütern Marc und Daniel mit teils spektakulären Paraden entschärft. Die gesamte Truppe rackerte, um den Gästen jeden Zentimeter abzukämpfen. Doch genau hier lag die Krux: In den entscheidenden Zweikämpfen suchten die Gäste auffallend bereitwillig den Kontakt und gingen mit einer Fallhöhe zu Boden, als hätten sie die Mehrzweckhalle mit der SpreeLagune verwechselt.
Diese „Einlagen“ zeigten leider Wirkung bei den Unparteiischen. Insgesamt achtmal mussten wir in Unterzahl agieren, was unseren Rhythmus massiv störte. Besonders bitter: Für Ivo und Steamo war das Spiel nach der jeweils dritten Zeitstrafe vorzeitig beendet.
Moral bewiesen und Kilometer gefressen
Trotz der ständigen Rückschläge bewies die Mannschaft Charakter. Norwin unterstrich mit 8 Treffern seine Torgefährlichkeit und Jonas Jecke (Ikone) blieb vom Punkt gewohnt nervenstark – drei Versuche, drei Treffer. Ein besonderes Dankeschön geht an Pascal Würfel, der extra die Reise aus Dresden auf sich nahm und sich mit 4 Toren für seinen Einsatz belohnte. Das ist echter Teamgeist.
Am Ende fehlte uns gegen die beste Abwehr der Liga die letzte Kaltschnäuzigkeit, um die Punkte im Spreewald zu behalten. „Hinten hui, vorne leider nicht ganz so effektiv wie erhofft“, so das ehrliche Fazit. Nach sechs ungeschlagenen Partien ist dieser Dämpfer schmerzhaft, aber er wird uns nur noch enger zusammenschweißen.
Ausblick: Fokus auf den Tabellenführer
Jetzt heißt es: Mund abputzen und den Fokus neu ausrichten. Wir verabschieden uns in eine längere Spielpause bis zum 18. April. Dann wartet der ultimative Härtetest: Die Reise zum aktuellen Tabellenführer nach Finsterwalde! Dort wollen wir eine neue Serie starten und beweisen, dass wir auch gegen die Top-Teams bestehen können – mit vollem Einsatz und Handball pur (diesmal hoffentlich auf trockenem Boden).
Wir bedanken uns bei allen Fans für den großartigen Support während unserer Spiele und die lautstarke Unterstützung in der Halle!
Für die Gurkentruppe spielten:
Y. Wimmer (1), I. Wähner (1), N. Dommaschk (8), N. Gürtler (1), D. Wegner (TW), P. Freund (2), P. Würfel (4), S. Richter (2), N. Manig, M. Gruna (TW), B. Müller, J. Jecke (3/3) sowie J. Kranick, C. Dressel, L. Riedel und K. Altmann auf der Bank.
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KA




